Start › Küchen in Innenstadt
Im historischen Kern entscheidet nicht die Fassadenromantik, sondern der reale Bestand: Wandverlauf, Fensterachse, Anschlüsse und der Weg durchs Treppenhaus. Daraus entwickeln wir eine Küche, die montierbar bleibt.

Der historische Kern Rosenheims wird bis heute von Max-Josefs-Platz, Ludwigsplatz und Mittertor geprägt. Dokumentiert sind Innstadt-Häuser mit Vorschussfassaden sowie geschlossene Reihen drei- und viergeschossiger Bürgerhäuser. Das ist ein belastbarer Hinweis auf vielfältigen Bestand, aber kein Versprechen schiefer Wände in jeder Wohnung.
In kleinen Straßen und Gassen der Altstadt-Ost wird auch der Weg bis zur Küche Teil der Planung. Wir betrachten deshalb nicht nur Wandmaße, sondern Treppen, Türen und Wendemöglichkeiten. Ein Möbelplan, der die Anlieferung ignoriert, ist noch kein ausführbarer Küchenplan.
Fensterachsen, Wandnischen und überformte Grundrisse können eine symmetrische Schrankfolge stören. Passleisten werden bewusst statt nachträglich gesetzt.
Historische Substanz und spätere Umbauten treffen häufig zusammen. Anschlusslage und Wandqualität werden vor einer Festlegung geprüft.
Treppen, Durchgänge und Innenhofzugänge bestimmen Modulgrößen und Montagereihenfolge. Große Arbeitsplatten brauchen eine realistische Route.
Zuerst nehmen wir den Raum an mehreren Punkten auf. Wände werden nicht als rechtwinklig vorausgesetzt; Fensterflügel, Heizkörper, Sockel und Türbewegungen gehören ebenfalls in die Zeichnung. So sehen wir, ob eine lange Zeile wirklich ruhig wirkt oder in sinnvoll getrennte Funktionsblöcke gegliedert werden sollte.
Danach legen wir die Geräte fest. Im Bestand ist eine kurze Wasserführung meist robuster als eine spektakuläre Verlagerung. Hochschränke ordnen wir so, dass sie Tageslicht nicht unnötig abschneiden. Für eine kleine Küche kann eine tiefe Arbeitsplatte an der richtigen Stelle mehr bringen als ein zusätzlicher schmaler Schrank.
Vor Bestellung folgt die Transportprüfung. Zerlegbare Schränke, geteilte Platten oder eine andere Montagereihenfolge können nötig sein. Diese Entscheidungen treffen wir lieber geplant als im Treppenhaus.
Aus diesen Angaben entsteht ein 3D-Entwurf, der nicht nur auf dem Bildschirm gut aussieht, sondern zu Anschlüssen, Laufwegen und Montage passt. Eine erste Richtung liefert auch unser Überblick zu Küchenformen; die konkrete Lösung entscheidet sich jedoch erst am Raum.
Nicht zwingend. Viele Räume lassen sich mit Serienmöbeln und sorgfältig geplanten Passstücken sehr gut lösen. Sonderanfertigungen setzen wir dort ein, wo sie wirklich Funktion gewinnen, etwa an einer Nische oder einer stark abweichenden Wand.
Vor der Bestellung, nicht erst am Montagetag. Besonders lange Arbeitsplatten und hohe Schränke gleichen wir mit Türen, Treppen und Aufzug ab. Falls nötig, wird das Bauteil geteilt oder anders konstruiert.