In einem Mehrgenerationenhaushalt unterscheiden sich Körpergrößen, Kraft, Sehvermögen, Reichweite und Tagesrhythmen. Die Nutzerlandkarte hält fest, wer regelmäßig kocht, wer nur frühstückt, wer Unterstützung braucht und wann mehrere Personen gleichzeitig im Raum sind. Auch Kinder werden als wachsende Nutzer betrachtet, nicht als dauerhafte Sondergröße.
Aus den Routinen entstehen Konfliktpunkte. Eine Person braucht eine freie Sitzmöglichkeit zum Vorbereiten, eine andere möglichst hohe Geräte, während eine dritte eine niedrige erreichbare Vorratszone nutzt. Planung bedeutet, diese Anforderungen räumlich zu ordnen statt einen einzigen ergonomischen Mittelwert zu suchen.
Die Landkarte enthält außerdem Gäste, Pflege- oder Betreuungssituationen, sofern sie realistisch sind. Es werden keine Lebenslagen erfunden; der konkrete Haushalt bestimmt den Entwurf.